Mehr Wissen zu den Glaubenskieseln
Auferstehung – das ist so eine Sache. Für gläubige Christen eine unhinterfragbare Wahrheit und zentraler Glaubenskern ist es nicht nur für uns heute, sondern auch für die Jünger Jesu damals eine Herausforderung. Auferstehung von den Toten, etwas Einmaliges. Doch die meisten Jünger sehen den Auferstandenen, so können sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, dass er von den Toten auferstanden ist. Als Jesus den Jüngern begegnet ist Thomas nicht dabei, er erfährt von der Auferstehung zuerst nur über die Berichte der anderen Jünger. Er kann das nicht glauben, er muss die Erfahrung, die die anderen gemacht haben, selbst auch haben. Dabei ist er ja nicht der einzige, der an der Auferstehung zweifelt. Als die Jünger von den Frauen von der Auferstehung hören, glaubten sie ihnen auch nicht.
Sie alle brauchen die Begegnung mit dem Auferstandenen, um glauben zu können. Und Jesus nimmt dieses Bedürfnis ernst und eine Woche später erscheint er den Jüngern erneut und fordert Thomas auf, seine Wunden zu berühren. Jetzt kann Thomas das tun, was er vorher wollte, aber eben nicht konnte: er kann glauben. Jesus weiß um seine Zweifel und die der anderen Jünger, er kennt ihr inneres Ringen und verurteilt sie dafür nicht.
Und so dürfen auch wir zweifeln, ohne uns dafür schämen zu müssen und in diesem Zweifel immer wieder neu Jesus begegnen, der uns entgegentritt.
Text: Florian Heinritzi
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